7. Tag: Plitvicer Seen - Sveti Rok, 75 km

Der Tag heute war dreigeteilt.

Teil 1:
Kurz nach der Abfahrt an den Plitvicer Seen war es vor allem erst mal kalt: 13,5 Grad. Das ist dann echt an der Grenze, wo es unangenehm wird. Aber es hat zumindest nicht geregnet.

Es ging zunächst mal durch waldreiches Gebiet. Hier soll es ja sogar Bären in den kroatischen Wäldern geben. Ich war sehr nah an der Grenze zu Bosnien.

Teil 2:
Im zweiten Teil kam ich in die sogenannte Lika: eine große Ebene, eine sogenannte Polje: kalksteinhaltiger Untergrund. Das hat zur Folge, dass das Wasser versickert, die Gegend deshalb eher unfruchtbar ist und es deshalb kaum Ortschaften gibt. Ein strukturschwaches, menschenleeres Gebiet. Wenn eine Ortschaft 1.000 Einwohner hat, ist es schon eine Bezirkshauptstadt.

Im zweiten Teil hat es dann auch wieder geregnet. Eine gute Stunde bin ich wieder im Regen gefahren. Im menschenleeren Gebiet gibt es dann auch wenig Bushaltestellen, Tankstellen oder Cafés zum unterstellen...

Irgendwann kam dann doch so etwas wie ein Café. Ich einen Kaffee bestellt - und gewartet. Kenne ich ja schon.

Lustigerweise kamen dann ebenfalls zwei völlig durchnässte Radfahrer und wir kamen ins Gespräch. Der eine ist aus der Ukraine, der andere aus Israel - interessante Kombination, oder?

Wir unterhielten uns darüber, welche Touren wir schon gemacht haben, ob ich öfters so was mache, wieviel Kilometer ich fahre, usw.

Sie erzählten, dass ihre letzte Tour von Georgien in die Türkei gegangen ist (!). Ich sagte, dass ich da überhaupt keine Vorstellung habe und mir das sehr, sehr exotisch vorkommt. Beim letzten Punkt konnten sie nicht widersprechen...

Teil 3:
Als es dann aufhörte zu regnen und die Sonne durchkam, habe ich mich von den beiden verabschiedet und bin aufgebrochen.

Was nun folgte war eine wunderbare Tour mit einem tollem Licht, wunderbaren Farben, tollen Wolkenformationen, einer außergewöhnlichen Vegetation und einer großartigen Bergwelt im Hintergrund.

Die Vegetation erinnert ein bisschen an die Heide. Obwohl es die letzten Tage stark geregnet hat, wirkt vieles verdorrt: das Wasser versichert eben. Und so ist es trotz Regen zu trocken.

Unterirdische Flüsse gibt es auch. Das habe ich mit eigenen Augen sehen können: Neben mir an der Straße bin ich einem größerem Bach oder kleinen Fluss gefolgt. Nach zwei, drei Kilometer hörte der Fluss einfach auf. Er endete auf einer Wiese, das Wasser kam an dieser Stelle aus der Wiese und floss dann weiter.

Dann eine Zeitlang nichts und dann kam der Fluss wieder für zwei oder drei Kilometer an die Oberfläche. Faszinierend!

Sind unterirdische Flüsse eigentlich dann die Wasseradern, die den Menschen angeblich so schaden?

Kommentare

  1. Das wäre die Frage an Jürgen mit den Wasseradern. Ich sage nur eins dazu :
    Verstrahlter Tee ;-)

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  2. Ich denke schon...
    Aber vielleicht fragst Du das mal einen erfahrenen Rutengänger oder Geologen.
    Vielleicht triffst Du ja noch einen, die gibt's in Kroatien bestimmt auch, wo die doch so viel Wasser haben...!
    :-)

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  3. Denen geht's allen so schlecht, weil die so viel Wasser haben...

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