18. Tag: Ston - Dubrovnik, 68 km

Der letzte Tag auf dem Fahrrad - heute geht es nach Dubrovnik!

8 Uhr. Ich habe mir gerade in der gegenüberliegenden Bäckerei was zu Essen geholt und schlürfe nun meinen Kaffee auf der kleinen Piazza von Ston.

Touristen sind noch keine zu sehen. Um mich herum nur Einheimische. Neben mir am Tisch eine Gruppe von vier Frauen, die sich lautstark unterhalten. Man hat sich zufällig bei den morgendlichen Besorgungen getroffen. Gelegentlich ist von irgendwo her ein Raucherhusten zu hören.

Doch halt, was ist das? - Plötzlich eine Busladung von Japanern, die sich auf den Weg Richtung Stadtmauer machen. Diese scheint tatsächlich auf dem Programm von Reisegruppen zu stehen.

Und was jetzt? - Ich habe den Absatz noch nicht zu Ende geschrieben, kommen sie auch schon wieder zurück: auf dem Programm scheint nur ein Blick auf die Stadtmauer zu stehen, nicht aber deren Besuch. Klar. Sonst schaffen die ihr Programm nie....

Dann aufs Fahrrad.

Die ersten zwanzig Kilometer sind ätzend: wieder eine enge Straße und viel Verkehr. Einmal rauscht ein 30-Tonner an mir mit wenig Abstand vorbei, obwohl gar keiner entgegen kommt. Muss dass denn sein? - Ich schiebe es darauf, dass die Kroaten keine Erfahrung mit Radfahrern haben: hier fährt so gut wie niemand Rad. Wenn, dann meist Kinder auf dem Weg zur Schule. Vereinzelt mal ein Rennfahrer. Die meisten Radfahrer, die ich gesehen habe, waren Touristen.

Für den weiteren Verlauf hatte ich mir nochmal eine Bergstrecke ausgesucht, bis zu 400 m über dem Meer. Anstrengend, aber dafür ohne Verkehr. Und für das Erinnerungsfoto hat es sich gelohnt ;-)

Es ging durch hübsche Dörfer, die ein wenig was von Toscana hatten: Steinhäuser, viel Weinanbau, Granatäpfel, Feigen. Blumen, Ziegen, Pferde. Eine schöne Stecke!

Am höchsten Punkt entstand das Foto - von nun an ging's bergab (frei nach Hilde Knef). Schöne Abfahrt, aber die letzten 20 km halt wieder auf der Küstenstraße. Was soll's: Dubrovnik war schon zu sehen und das Ziel vor Augen.

Kommentare

  1. ich finde es immer wieder erstaunlich wie man mir so wenig Gepäck so weit kommt ;-)

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  2. Hm. Mit noch weniger Gepäck würde man noch weiter kommen... ;-)

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