16. Tag, Teil 1: Sumartin - Makarska, 1 km

Der Tag heute war zweigeteilt: am Morgen bin ich mit der Fähre von Sumartin auf Brač zurück auf das Festland nach Makarska gefahren. Erst dann ging es mit dem Fahrrad weiter nach Ploče.

Zum ersten Teil:
Die Übernachtung heute war skurril. Äußerlich ein sehr schönes Haus direkt am Meer. In den oberen zwei Stockwerken Frendenzimmer, im Erdgeschoss wohnt die Familie.

Als ich gestern angekommen bin, erst mal mein Fahrrad abgestellt, dann zum Haupteingang rein - eine Klingel gab es nicht - und dann kam mir erst die verschlafene Oma und dann die nicht minder verschlafene Tochter entgegen. Die beiden dann nach dem Großvater gesucht, der das Ganze wohl managed.

Ich fand mich derweil im Wohnzimmer der Familie wieder: eine Ansammlung von unterschiedlichsten Möbeln und Krimskrams aller Art, vollgestellt bis oben hin. Bei der Abreise habe ich dann noch das Büro kennengelernt, das genauso vollgestellt war, und wo genauso wenig irgendetwas zusammengepasst hat. Stellt sich die Frage, wie die Familie es fertigbringt, das Haus äußerlich geplegt und in Schuss zu halten, wenn es innerlich optisch im Chaos versinkt?

Nun. Es soll nicht mein Problem sein. Mein Zimmer war soweit in Ordnung, wenngleich hier auch nichts wirklich zusammengepasst hat.

Heute morgen gab es Frühstück - ich war anscheinend mal wieder der einzige Gast...

Dann bezahlt und zum Fähranleger. Ich hatte viel Zeit, denn die Fähre ging erst um 11. Also erst die Tickets geholt (ca. 10 Euro für mich und mein Fahrrad), dann noch einen Kaffee getrunken und die Zeit totgeschlagen.

Heute morgen war strahlender Sonnenschein, aber kalter Wind. Die Sonne hat sofort gestochen, aber sobald du im Schatten warst, war es eiskalt.

Dann ging es los. Autos, Motorräder, Fußgänger und zwei Fahrräder auf die Fähre.

Die Überfahrt hat 50 Minuten gedauert: bei strahlendblauem Himmel und guter Fernsicht ging es auf Makarska zu, das am Fuß eines Bergmassivs liegt, das bis auf 1.767 m aufsteigt - ein phantastischer Anblick!

Allein so eine Fährüberfahrt in Kroatien ist ein Erlebnis. Man hat den Eindruck, die Fahrgäste - natürlich fast alles Touristen -sind alle ganz andächtig ob der überwältigenden Eindrücke.

Ich bin es auch.

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